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Commerzbank-Aktie: verzerrtes Jahresergebnis 28.02.2012
Nord LB
Hannover (www.aktiencheck.de) - Michael Seufert, Analyst der Nord LB, bestätigt sein "halten"-Votum für die Aktie der Commerzbank (ISIN DE0008032004 / WKN 803200).
Vor dem Hintergrund der erheblichen Sondereffekte - u.a. der Korrektur auf 26% des Nennwerts des Portfolios an griechischen Staatsanleihen - habe das Bankhaus 2011 einen Konzerngewinn von 638 Mio. EUR erreicht. In den Kerngeschäftsfeldern habe sich das operative Ergebnis unter Berücksichtigung von 0,7 Mrd. EUR Gewinn aus dem Hybridrückkauf von 2 Mrd. EUR auf 4,5 Mrd. EUR verbessert.
Einhergehend mit der Bekanntgabe der Jahreszahlen habe das Management Pläne veröffentlicht, nach denen hybride und nachrangige Finanzinstrumente, die derzeit unter Nennwert notieren würden, in reguläre Aktien der Commerzbank AG umgewandelt würden. Aus diesem Grund werde eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage von bis zu 10% minus einer Aktie des Grundkapitals (max. 511,3 Mio. Aktien) durchgeführt. Die vollständige Umsetzung des Angebots führe zu einer Erhöhung des harten Kernkapitals um 1 Mrd. EUR.
Für das laufende Geschäftsjahr sei eine Reduzierung der Verwaltungskosten von 8 Mrd. EUR auf 7,6 Mrd. EUR geplant. Weitere 300 Mio. EUR Kostensynergien erwarte man in 2012 aus der Fusion mit der Dresdner Bank, wobei ab 2014 mit der vollständigen Realisierung des Einsparpotenzials von insgesamt 2,4 Mrd. EUR gerechnet werde. Die Risikovorsorge solle sich in 2012 auf einem Niveau von 1,7 Mrd. EUR stabilisieren. Zugleich zeige sich das Management trotz der großen Unsicherheit aus der Staatsschuldenkrise zuversichtlich, dass die Profitabilität im laufenden Geschäftsjahr stetig verbessert und die Risiken weiter reduziert werden könnten.
In ihrer Wertung würden die Analysten festhalten, dass das Jahresergebnis 2011 aufgrund der vielfältigen Sonderfaktoren wenig Aussagekraft habe. Die Kapitalerhöhung sei Ausdruck einer Optimierung der Kapitalstruktur im Hinblick auf Basel III. Ihrer Auffassung nach sollte die EBA-Anforderung bis Mitte 2012, zu der zum Jahresende noch 1,8 Mrd. EUR gefehlt hätten, jedoch durch Risikoabbau (1,4 Mrd. EUR), einbehaltene Gewinne (1,2 Mrd. EUR) sowie Kapitalmanagement (0,4 Mrd. EUR). übertroffen werden.
Angesichts der erheblichen wirtschaftlichen und regulatorischen Unsicherheit raten die Analysten der Nord LB bei einem von 1,75 EUR auf 2 EUR angehobenen Kursziel weiterhin nur, die Commerzbank-Aktie zu halten. (Analyse vom 27.02.2012) (28.02.2012/ac/a/d)
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